Was bedeutet Positiver-Fokus?

Ein Positiver-Fokus hat zu allererst etwas damit zu tun wie ein Mensch tickt. Blickst du zuversichtlich nach vorne und stehst du den Herausforderungen in deinem Leben optimistisch entgegen? Wenn ja, verfügst du eventuell über ein Growth Mindset (Carol Dweck) mit der Grundeinstellung, dass du dich selbst entwickeln und über dich selbst hinauswachsen kannst. Menschen die überzeugt sind, dass ihr Potential in keinster Weise festgeschrieben ist, lassen sie sich bei schwierigen Aufgaben weniger entmutigen und erzielen bessere Ergebnisse. Das Tollste: sie sind glücklicher, lebensfroher und lernbegeisterter – erleben also mehr Feelgood.

 

Was haben Stärken, gute Gefühle und Beziehungen mit Feelgood zu tun?

Große Bedeutung für einen positiven Fokus hat es seine Stärken zu erkennen und sie zu nutzen. Wenn du deine Stärken gezielt zur Bewältigung von Herausforderungen einsetzt, kommst du in den Genuss von Flow. Im Flow-Zustand bist du förmlich mit deiner Tätigkeit verschmolzen und vollbringst Höchstleistungen.

Ein weiterer Aspekt ist es seine positiven Gefühle bewusst wahrzunehmen und sie zu genießen. Für ein erfülltes Leben macht es Sinn sich gezielt Termine zu planen, die schöne Gefühle mit sich bringen. Feelgood kann also ein Stück weit geplant werden.

Im Zeitalter der Digitalisierung wird es immer wichtiger gute Beziehungen aktiv zu pflegen. Achte darauf welche Menschen in deinem Leben positiv gestimmt sind und dich förmlich energetisieren.

 

Positiver-Fokus ist nicht gleich Positives Denken!

Du fragst dich vielleicht ob Positiv Fokus nur ein anderer Ausdruck für Positives Denken ist? Nein – das ist es nicht! Mein Konzept des Positiven Fokus basiert im Wesentlichen auf den Erkenntnissen der Positiven Psychologie. Das ist die Wissenschaft vom „gelingenden Leben“ („the science of what goes right in life“). Auch wenn sich die Elemente Positive Emotionen und Zuversicht/Optimismus in beiden Konzepten wiederfinden, so sind die Art und Weise der praktischen Umsetzung völlig anders. Positives Denken ist Selbsthilfe ohne wissenschaftlichen Hintergrund, die Positive Psychologie fußt dagegen auf der Grundlage von empirischer Forschung der letzten zwei Jahrzehnte.

Ist Positiver-Fokus nicht Happyology?

Positive Fokussierung bedeutet auch, die „Schattenseiten“ unseres Lebens anzunehmen.  Ja es macht durchaus Sinn, sie zu akzeptieren anstatt sie zu ignorieren oder gar zu bekämpfen. Um ein wirklich erfülltes und glückliches Leben zu führen ist es essentiell, konstruktiv mit negativen Erlebnissen oder Misserfolgen umzugehen. Erst wenn wir die volle Schwingungsbreite unserer Gefühle zu lassen, wird es möglich ein sinnerfülltes Leben in Einklang mit unseren Zielen und Werten zu leben. Da wir evolutionsbedingt einen leichten Hang zur Negativität haben, ist es durchaus ratsam seine Aufmerksamkeit in Richtung Positivität zu lenken.

Habe ich ein glückliches Leben selbst in meiner Hand?

Es stimmt – Forscher haben herausgefunden, dass dein Glück zu 50 % von deinen Genen bestimmt wird. Aber Achtung: Ob du ein glückliches und erfülltes Leben führst, hast du immer noch zu gut 40 % selbst in deiner Hand (S. Lyubomirsky, „Glücklich sein“, 2015). Die restlichen 10 % hängen damit zusammen wo du wohnst, welchen Job du hast, usw.  Du kannst also mit deinem Mindset und deinem täglichen Handeln selbst dazu beitragen wie glücklich du dich fühlst. Ein optimistischer und zuversichtlicher Blick in die Zukunft trägt auf jeden Fall zu einem Mindset bei, das ein Leben in Wohlbefinden und tiefer Zufriedenheit ermöglicht